Jahresmedaille 2024: »Fürstenpredigt – 1524 zu Allstedt«

»Fürstenpredigt – 1524 zu Allstedt« – so lautet das Thema der Jahresmedaille 2024. Sie wird zu regelmäßigen Schauprägeterminen im Museum »Alte Münze« in Stolberg (Harz) hergestellt. Geprägt wird nach alter Handwerkstradition am Großen Balancier. Ganz nach Stolberger Münztradition wird für die Jahresmedaille feinstes Silber verwendet: aus 999er Ag mit einem Gewicht von ca. 20 Gramm stellt die Jahresmedaille ein wertvolles Sammlerstück dar. Auch 2024 fügt sich die Stolberger Feinsilber-Jahresmedaille ein in die Themenreihe »500 Jahre Deutscher Bauernkrieg. 500. Todestag Thomas Müntzers«. Diese Themenreihe wird bis 2025 fortgesetzt und findet in diesem Gedenkjahr ihren Höhepunkt.
Bleiben Sie gespannt!
Und nicht vergessen: Die thematischen Jahresmedaillen aus dem Museum »Alte Münze« in Stolberg (Harz) werden stets nur vom 1. Januar bis einschließlich 31. Dezember eines Jahres geprägt und können nach Jahreswechsel nicht mehr nachproduziert werden.

 

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Jahresmedaille 2024 »Fürstenpredigt - 1524 zu Allstedt« - Geschichtliches

Am 13. Juli 1524 hielt Thomas Müntzer auf Schloss Allstedt vor Herzog Johann „dem Beständigen“ von Sachsen, dessen Sohn Johann Friedrich „dem Großmütigen“, beide spätere Kurfürsten des Reiches, und ihrem Gefolge, darunter der herzogliche Kanzler Dr. Gregor Brück (Pontanus), die sogenannte Fürstenpredigt. Müntzer war seit dem Frühjahr 1523 Pfarrer in Allstedt. Er hatte dort die Messe in deutscher Sprache eingeführt und eine deutsche Kirchenverordnung geschaffen. In dieser Predigt prangerte Müntzer die Willkür der weltlichen und geistlichen Obrigkeit und
deren mangelnde Reformtätigkeit an. Er erinnerte die Fürsten an ihre Pflicht, als „gottgewollte Obrigkeit“ auch im Sinne Gottes zu regieren. Andernfalls würde durch Gottesurteil dieses Verhältnis aufgehoben werden und der „gemeine Mann“ eine neue, wahrhaft gottgewollte Ordnung errichten. Dies stellt eine Umkehrung der vorherrschenden Auffassung von der Untertänigkeit der Menschen dar und markiert in einem Aspekt einen Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit.

Zusätzliche Information

Vorderseite

Die Medaille zeigt Kurfürst Friedrich den Weisen von Sachsen, seinen Bruder Johann und dessen Sohn Johann Friedrich. Im Hintergrund steht Thomas Müntzer leicht erhöht auf einer Treppe. Er spricht mit erhobenem Zeigefinger zu ihnen. Historisch war Friedrich jedoch nicht persönlich anwesend. Zweizeilige Aufschrift: FÜRSTENPREDIGT / 1524 * ALLSTEDT

Rückseite

Ansicht des 1535 als Münzstätte errichteten Fachwerkgebäudes; Umschrift: MUSEUM ALTE MÜNZE STOLBERG/H.; Stempel: Staatliche Münze Berlin

Durchmesser

35 Millimeter

Gewicht

20 g

Material

Feinsilber (999)

Herstellungsort

Museum Alte Münze, Stolberg (Harz), Entwurf: Carsten Theumer, Stempel: Bodo Broschat

Entwurf & Stempel

Entwurf: Carsten Theumer, Halle
Stempel: Bodo Broschat, Staatliche Münze Berlin

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